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Fitness Blog

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Hier dreht sich alles rund um das Thema Fitness und Gesundheit

Trainingsgeräte: Ergometer

Trainingsgeräte: Ergometer

Fahrradergometer waren über viele Jahre so ziemlich die einzigen Heimsportgeräte die es gab. Fahrradergometer sind für zwei Personengruppen besonders zu empfehlen. Die wichtigste Anwendung dieser Ergometer ist heute sicherlich die Therapie Von Herz- und Kreislauf Erkrankungen. Mit diesen Geräten kann man die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems am besten kontrollieren und dosieren.

Die zweite Käufergruppe sind alle Liebhaber des Rad-Sports. Denn bei der Auswahl des richtigen Heimsportgerätes ist immer die Freude an der jeweiligen Bewegung der wichtigste Aspekt bei der Auswahl des Gerätes. Wer also gerne Fahrrad fährt und sich auf einem Crosstrainer nicht wohl fühlt, soll auch beim Fahrrad bleiben. Das Ziel erreichen Sie letztendlich mit allen Ausdauergeräten.

Eine Ausnahmestellung nimmt beispielsweise das Ergo Bike 8008 TRS ein. Es ist ein komplettes Rennrad, ohne wenn und aber - 28 Gangschaltung, Klick-Pedale, optimale Einstellung der Sitzpostion usw... Das ultimative Bike für alle Rennrad-Sportler..

Folgende Kriterien sind bei der Auswahl besonders wichtig:

Ergometer - Das Bremssystem

Bei einem Ergometer funktioniert das Abbremsen der Schwungmasse mit einem Magnetfeld. Jedoch wird dieses Magnetfeld, im Gegensatz zu den Dauermagneten bei einem Heimtrainer, über eine Wirbelstrombremse (eine elektrische Spule induziert ein Magnetfeld über einen bestimmten Stromfluß) erzeugt. Je mehr Spannung an die Spule gelegt wird, desto größer wird das Magnetfeld. Das Ergometer kann nun mit einem Meßplatz genau geeicht werden. Der Meßplatz mißt die wirkliche Leistung direkt an den Pedalarmen. Die einzelnen Stromwerte für die verschiedenen Belastungsstufen werden so individuell für jedes Gerät mit einem Meßprotokoll ermittelt und im Speicher des Ergometers abgelegt. Somit ist gewährleistet, daß die tatsächliche Leistung max. +/- 5% vom angezeigten Wert abweicht (DIN 957 HA). Durch das elektrisch erzeugte Magnetfeld hat man zudem noch den Vorteil, daß der Rundlauf des Gerätes noch einmal deutlich verbessert wird.

Der Name Ergometer ist ein geschütztes Warenzeichen. Nur bei diesen Geräten ist gewährleistet, daß Sie die eingestellte Leistung mit meßtechnischer Präzision halten, sie weder über- noch unterschreiten. Sie erfüllen die Norm, die von der EN 957 HA bezüglich Meßgenauigkeit und mechanischer Funktionssicherheit gesetzt wird. Ergometer sind für den Einsatz im therapeutischen Bereich geeignet. Ergometer haben in diesem Bereich den Vorteil, daß Sie mit Ihnen drehzahlunabhängig trainieren können.

Antrieb

Bei den Geräten findet man heute so gut wie keinen Ketten- Antrieb mehr. Die Geräte werden heute absolut geräuschlos über einen Poly-V-Riemen angetrieben. Dieses System macht die Geräte absolut wartungsfrei. Bei den Tretlagern trennt sich die "Spreu vom Weizen". Während günstige Kaufhausgeräte billige oder gar keine Kugellager besitzen, haben die guten Ergometer ab ca. € 500.- gedichtete Kugellager aus der Industrie, die eine theoretische Laufleistung von 100.000 km ganz leicht schaffen. Sie müssen auch nicht nachgefettet werden, da es in sich geschlossene Systeme sind. Lassen Sie auf jeden Fall die Finger von Geräten deren Tetwelle lediglich in teflonbeschichteten Plastik-Führungen gelagert ist.

Sitzkomfort und Verstellmöglichkeiten

Gute Ergometer haben verschiedene Möglichkeiten die für Sie optimale Sitzposition einzustellen. Der Lenker sollte so zu verstellen sein, daß Sie je nach Körpergröße eine aufrechte Sitzposition einnehmen können. Gute Lenker sind so geformt, daß Sie auch die Möglichkeit verschiedener Griffpositionen haben. Vorteilhaft ist es, wenn man die Arme während des Trainings auch einmal entspannt auf dem Lenker ablegen kann. Achten Sie auch darauf, daß Sie Zum Vorderbau, an dem das Cockpit moniert ist, genügend Platz haben. Hier wird es erfahrungsgemäß bei den günstigen Geräten oft relativ eng.

Standardmäßig haben auch viele Geräte schon eine zusätzliche horizontale Sattelverstellung, mit der Sie den Sattel weiter nach vorne oder nach hinten verstellen können. Ach ja, Thema Sattel: Die meisten Geräte haben Sattel- Stützen mit einer Standard-Sattelaufnahme. Das hat den Vorteil, daß Sie den mitgelieferten Sattel jederzeit gegen einen Sattel Ihrer Wahl austauschen können.

Sehr sinnvoll ist auch ein tiefer Durchstieg, der das Aufsteigen, besonders bei gesundheitlichen körperlichen Einschränkungen sehr erleichtert. Durch diesen Durchstieg müssen Sie nämlich den Fuß nicht über den Korpus heben, sondern können ihne ganz einfach vorne herumführen. Besonders gut gelöst ist das z.B. beim Cycle 150 von Ergo-Fit.

Sollten Sie in der Bewegung eingeschränkt sein, kann man nachträglich verstellbare Pedalarme montieren. Mit Ihrer Hilfe kann man den Pedalarm verkürzen und somit die maximale Beugung des Knies beeinflussen. Dieses Zubehör wird meist nach Knie-Operationen benötigt.

Schwungmasse

Die Schwungmasse ist die PS Angabe bei den Heimsportgeräten. Umso größer Sie ist, desto besser ist der Rundlauf. Die Schwungmasse hat nur eine Aufgabe. Während der Pedalbewegung haben Sie immer einen Umkehrpunkt ganz unten und ganz oben. Durch Ihre Krafteinwirkung werden Sie nach dem Kipp- Punkt automatisch schneller und kurz vor dem erreichen des oberen Punktes haben Sie fast den kompletten Schwung wieder verloren. Bei Geräten ohne eine ausreichende Schwungmasse haben Sie das Gefühl auf einer umgebauten Kaffee- Mühle zu trainieren. Das sind die Geräte die Sie vielleicht irgendwo für € 200.- im Supermarkt bekommen können. Das sind aber auch die Geräte, die nach 4 Wochen in der Ecke verstauben, weil der Bewegungsablauf einfach unkomfortabel ist. Die Schwungmasse ist jetzt das zusätzliche Gewicht, das den Pedalen bei der Umkehrbewegung den richtigen Schwung verleiht. Einen angenehmen Rundlauf erreicht man mit Schwungmassen ab ca. 16 kg. Jedes weiter Gewicht erhöht den Komfort noch einmal. Bei 22 kg ist jedoch ein Level erreicht, bei dem Sie keine nennenswerten Unterschiede mehr feststellen werden.

Sicherheit

Bei allen Heimsport-Geräten gilt: Das Gerät muß ein CE oder TÜV Zeichen haben. Ansonsten ist die Verletzungsgefahr einfach zu groß. In Amerika sind beispielsweise erst kürzlich die Heimtrainer eines auch in Deutschland sehr großen Anbieters (wir haben wegen unseres höheren Qualitätsanspruches diese Produkte nie in unser Programm aufgenommen) vom Markt genommen worden, weil sich mehrere Menschen wegen gebrochener Sattelstützen und anderen Mängeln verletzt hatten! Also geben Sie Ihrer Gesundheit zuliebe lieber etwas mehr für ein Qualitätsprodukt aus.

Fahrradergometer haben in der Regel immer einen Sicherheits-Freilauf. Das heißt, wenn Sie aufhören zu treten, bleiben die Pedale stehen. Anders ist das z.B. bei Spinning Bikes, die mit einem sogenannten Starrlauf ausgestattet sind. Hier bewegen sich die Pedale immer mit der Schwungmasse mit.

Bedienung

Achten Sie darauf, daß das Cockpit relativ aufgeräumt wirkt und nicht mit wirrblinkenden LED`s und Knöpfchen versehen wurde. Während des Trainings müssen Sie jederzeit die wichtigsten Funktionen sofort erkennen können. Große Tasten mit den wichtigsten Funktionen sind hierbei auch besonders vorteilhaft. Richten Sie besonderes Augenmerk auf die Stopp-Taste. Sie muß jederzeit sofort erreichbar sein. Hier gilt: Weniger ist mehr!

Bezüglich der Bedienung sollten Sie sich auch eines bedenken: Umso mehr Funktionen ein Ergometer hat, desto umständlicher wird die Bedienung.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der Daum Vita pc de luxe. Das Gerät verfügt über 70 Programme und einen kompletten Trainings-Coach, der Ihr Training über Monate begleitet. Klar, dieses Gerät wird auch nach einem Jahr noch irgendwo mit Funktionen aufwarten, die Sie vorher noch nie gefunden hatten. Jedoch kann ein Sportler, der relativ wenig mit Computer zu tun hat dieses Gerät einfach nicht bedienen. Selbst unsere Verkäufer können nach 2 Jahren das Gerät immer nur mit einer Bedienungsanleitung in der einen Hand dem Kunden vorführen. Wir wollen damit nicht andeuten, daß das Gerät aus diesen Gründen schlechter ist wie andere, nur muß man sich im Klaren sein, daß man vor Beginn des Trainings erst einmal einige Minuten Einstellungen vornehmen muß, bevor es losgeht. Für Leute die aber zur Motivation was zum spielen brauchen oder sogar einen PC anschließen möchten, sind diese Geräte optimal.

Im Normalfall empfehlen wir unseren Kunden: Sie brauchen ein Gerät mit der wichtigsten Funktion - dem pulsgesteuerten Programm. Alle anderen Programme werden Sie so gut wie nie benötigen. Legen Sie dann lieber mehr Wert auf Qualität und eine einfache Bedienung. (z.B. Tuntury E3)

Programme

Kennen Sie Ihren Videorecorder? Wie viele Funktionen hat er? Und was machen Sie damit? Genau: Aufnehmen und abspielen.

Genau so verhält es sich mit den Programmen bei den Fitnessgeräten. Was nützen 70 Programme im Prospekt, wenn Sie diese so gut wie nie brauchen werden. Es genügt absolut, wenn ein Fahrradergometer die wichtigsten Standard-Proflie wie Intervall oder Steigerung hat. 6 Profile sind absolut ausreichend.

Von großem Vorteil ist die Möglichkeit, wenn Sie selber Programme abspeichern können.

Absolute Pflicht bei einem Heimsportgerät ist aus unserer Sicht ein pulsgesteuertes Programm. 99% des Trainings werden Sie mit diesem Programm bestreiten, da dies die einzige sinnvolle Trainingsmethode ist. Was nützt Ihnen ein Programm das nochmal schwerer wird, wenn Ihr Puls sowieso schon bei 179 Schlägen/min ist. Im pulsgesteuerten Programm steuert Ihr Herz den Widerstand des Trainingsgerätes und hält Sie so immer in Ihrem optimalen Trainingsbereich.

Pulsmessung

Bei allen Heimsportgeräten ein absolutes Muß! Training ohne Überprüfung der Herzfrequenz mach keinen Sinn und kann sogar zu gesundheitlichen Schäden führen.

Von einem Ohrclip oder einer Handpulsmessung ist abzuraten. Diese Meßsysteme sind ungenau und absolut nicht komfortabel. Der Ohrclip verrutscht immer zu und ist unangenehm am Ohr zu tragen. Außerdem funktioniert er sowieso nicht, wenn sie Ohrringe tragen. Die Handpulsmessung hat den Nachteil, daß Sie währen des Trainings immer ihre Hände auf den Meßelektroden lassen müssen.

Die einzige sinnvolle Meßmethode ist die telemtetrische Herzfrequenzmessung Ein Brustgurt, der drahtlos über Infrarot die Pulsdaten an das Laufband sendet. Im Fitnessgerät sollte bereits ein POLAR-Empfänger integriert sein. Bei Kettler Geräten muß man optional ein Cardio-Pulsset mit bestellen. Zur Not tut es auch eine Pulsuhr die man am Handgelenk oder am Heimtrainer befestigt. Jedoch können Sie dann nicht puls gesteuert trainieren, da das Laufband-Cockpit dann keine Daten zur Steuerung erhält.

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